Verwahrentgelt: Das sollten Sie wissen

Die andauernde Niedrigzinsphase stellt nicht nur Sparerinnen und Sparer vor große Herausforderungen, sondern auch uns als Genossenschaftsbank.

Für Gelder, die wir bei anderen Instituten anlegen, erhalten wir keine Zinsen mehr, sondern müssen seit Anfang 2017 dafür Zinsen bezahlen. Eine Änderung dieser Situation ist nicht in Sicht: Die von Experten 2019 noch prognostizierte Zinswende ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ausgeblieben.

Steigende Zinsen sind auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Wie viele andere Banken haben auch wir daher jetzt ein Verwahrentgelt auf Giro- und Tagesgeldkonten eingeführt. Wir erwirtschaften mit dem Verwahrentgelt keinen Ertrag, sondern geben im Sinne unserer gesamten genossenschaftlichen Gemeinschaft lediglich Kosten weiter, die uns entstehen.

Mit unseren Freibeträgen sorgen wir zudem dafür, dass die große Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden nicht von der Neuregelung betroffen ist.

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Hier finden Sie die passenden Antworten!

Seit wann gilt das Verwahrentgelt?

Wir haben das Verwahrentgelt zum 1. Februar 2021 eingeführt. Mit der Vereinbarung eines Verwahrvertrages werden diese fällig.

Die Abbuchung erfolgt jeweils zum Ende des Quartals im Rahmen des Rechnungsabschlusses – das erste Mal am 30. März 2021.

Für welche Konten gilt das Verwahrentgelt?

Es gilt zunächst für alle neuen Girokonten, die seit dem 15. November 2020, sowie für alle Tagesgeldkonten (SpardaCash oder SpardaCash Online), die seit dem 25. Januar 2021 eröffnet wurden.

Ältere Konten werden in Absprache mit den betroffenen Kundinnen und Kunden angepasst. Aufgrund hoher Freibeträge ist die große Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden von der Zahlung von Verwahrentgelt nicht betroffen.

Wie hoch ist das Verwahrentgelt?

Die Höhe des Verwahrentgelts beträgt grundsätzlich 0,5 Prozent p. a. Ihrer Einlage. Ob es fällig wird, richtet sich aber nach der Höhe der Einlagen. Dabei gilt ein Freibetrag von 50.000 Euro pro Girokonto sowie für das erste Tagesgeldkonto. Bei jedem weiteren Tagesgeldkonto entfällt der Freibetrag.

Ein konkretes Beispiel:
Das Guthaben auf Ihrem Girokonto beträgt 55.000 Euro. Ein Verwahrentgelt berechnen wir für die 5.000 Euro, die den Freibetrag übersteigen. Sie zahlen für diese Einlage also 25 Euro pro Jahr.

Wie hoch ist mein Freibetrag?

Es gilt ein Freibetrag von 50.000 Euro pro Girokonto sowie für das erste Tagesgeldkonto. Bei jedem weiteren Tagesgeld entfällt der Freibetrag.

 

Muss ich selbst aktiv werden?

Unabhängig davon, ob Ihre Einlagen betroffen sind – Ersparnisse auf Giro- oder Tagesgeldkonten verlieren angesichts der Niedrig- und Nullzinsen bei steigender Inflation auch ohne Verwahrentgelt stetig an Wert.

Darum ist es jetzt wichtiger denn je, sich um alternative Formen der Geldanlage zu kümmern. Sprechen Sie uns gerne an!

 

Wie kann ich ein Verwahrentgelt vermeiden?

Auch wenn hohe Kundeneinlagen einen großartigen Vertrauensbeweis für unsere Bank darstellen – es ist höchste Zeit, seine Ersparnisse zeitgemäß umzuschichten. Wir zeigen Ihnen auf Basis Ihrer persönlichen Wünsche und Ziele, wie Sie Ihr Vermögen nicht nur vor den Auswirkungen der Niedrig- und Nullzinsphase, sondern auch vor einem inflationsbedingten Wertverlust schützen können – egal ob mit Fondssparplänen, Zertifikaten, Edelmetallen oder auch der Investition in eine eigene Immobilie.

 

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mein Geldanlagekonzept überarbeiten möchte?

Wir sind jederzeit für Sie da!

Sie können direkt Ihren Wunschtermin vereinbaren. Wir bieten Ihnen gerne Lösungen für Ihre persönliche Situation.