Veröffentlicht am: 11. Juni 2026
Praktische Umweltbildung in Saarbrücken
Schulen sammeln über 6.600 Teile Elektroschrott beim „E-Waste Race“
Sparda Südwest Stiftung
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Uwe Conradt sammelten sechs Schulen vier Wochen lang Elektroschrott in ihrer Nachbarschaft, der nun in den Kreislauf zurückgeführt wird. Dabei haben sie sich aktiv mit den Themen Konsum, Weiterverwendung, Reparatur und Recycling auseinandergesetzt. Ziel ist es, ökologisches Bewusstsein und nachhaltiges Handeln zu fördern. Insgesamt sammelten die Schulen 6.623 Teile Elektroschrott; das entspricht 2.616 Kilogramm.
Am diesjährigen Rennen nahmen die Gemeinschaftsschule Saarbrücken-Bruchwiese, die Gemeinschaftsschule Saarbrücken-Dudweiler, das Gymnasium am Schloss, die Albert-Schweitzer-Grundschule Dudweiler Süd, die Schule Winterbachsroth sowie das Ludwigsgymnasium teil. Mit 1.377 gesammelten Teilen Elektroschrott und den meisten Punkten im Wettbewerb hat die Albert-Schweitzer-Grundschule das „E-Waste Race“ gewonnen.
Die Kinder der Siegerschule zeigten sich dabei sehr engagiert und sammelten in der Nachbarschaft fleißig Elektroschrott. Außerdem wurden Plakate erstellt sowie Flyer in der Stadt verteilt, mit dem Aufruf, die Aktion zu unterstützen. Das herausragende Engagement der Schule wurde im Rahmen der Siegerehrung gewürdigt. Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich über einen Schulausflug ins Dynamikum nach Pirmasens freuen. Im Rahmen der Preisverleihung überreichte Heiko Kuhna, Vorstand der Sparda Südwest Stiftung, den fleißigen Schülerinnen und Schülern feierlich den Gewinnerscheck.
„Im Namen der Sparda Südwest Stiftung gratulieren wir den Schülerinnen und Schülern der Albert-Schweitzer-Grundschule Dudweiler Süd zu diesem großartigen Ergebnis! Mit eurem Einsatz für Umweltschutz und nachhaltiges Handeln seid ihr nicht nur ein Vorbild für andere Schulen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Als Sparda Südwest Stiftung liegt es uns am Herzen, Projekte zu fördern, die eine nachhaltige Bewusstseinsveränderung hervorrufen. Genau dieser Effekt konnte mit dem ‚E-Waste Race' erzielt werden, und deshalb freuen wir uns auch sehr über das herausragende Gesamtergebnis. Ein großes Dankeschön geht an alle Schulen, die teilgenommen haben sowie an alle beteiligten Partner, die dieses Projekt erst möglich gemacht haben“, so Heiko Kuhna.
Elektroschrott-Sammelaktion: Bewusstseinswandel in Schulen von Saarbrücken
Deutschland steckt im Elektroschrott-Dilemma: Jährlich fallen 1,7 Millionen Tonnen an, doch gesammelt wird nicht einmal ein Drittel. Statt der geforderten 65 Prozent liegt die Sammelquote aktuell bei nur 31,7 Prozent. Der Rest verschwindet in Schubladen, Kellern oder im Ausland. Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Um hier Bewegung in die Sache zu bringen, hat die Sparda Südwest Stiftung gemeinsam mit der gemeinnützigen Initiative „Das macht Schule“ vor vier Wochen das „E-Waste Race“ in Saarbrücken gestartet. Im Rahmen des Wettbewerbs rührten die Schülerinnen und Schüler engagiert und auf vielfältige Weise die Werbetrommel, besuchten Repair Cafés, verschenkten noch funktionsfähige Geräte und gaben ihnen damit ein zweites Leben. Engagierter Logistikpartner war der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE).
„Das diesjährige ‚E-Waste Race' hat eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in der aktiven Beteiligung junger Menschen steckt. Mit einer beeindruckenden Menge von über 6.000 Teilen gesammeltem Elektroschrott wurde ein klares Zeichen gesetzt. Wir sind stolz darauf, diesen Erfolg als Entsorgungsfachbetrieb mitgestaltet zu haben und danken allen Schulen für ihren Beitrag zur Ressourcenschonung“, erklärte Simone Stöhr, ZKE-Werkleiterin.
Jennifer Linz, Projektleitende Lehrerin an der Albert-Schweitzer-GS Dudweiler Süd, ergänzte: „Das ‚E-Waste Race' war ein tolles, wenn auch sehr zeitintensives Projekt. Es hat eindrucksvoll gezeigt, wie motiviert und engagiert meine Schülerinnen und Schüler für ein gemeinsames Ziel gekämpft haben. Das Projekt hat nicht nur Wissen vermittelt. Durch die Projektarbeit konnten die Kinder ihr Selbstbewusstsein stärken und erfahren, dass ihr Einsatz einen konkreten Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen leisten kann“.