Sparda-Bank Südwest
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Veröffentlicht am: 16. Oktober 2026

Sparda-Studie 2026: Größtes demografisches Wohneigentumspotenzial Deutschlands liegt in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Schaubild zur Wohnstudie mit einer Deutschlandkarte

Südwestpfalz, Kusel und St. Wendel bundesweit vorn – einen „Silver Tsunami“ erwarten die Studienautoren dennoch nicht

Die drei Landkreise mit dem größten rechnerischen demografischen Wohneigentumspotenzial in Deutschland liegen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Das zeigt die heute erschienene Studie „Zwischen Stadt und Land: Wohneigentumsbildung im demografischen Wandel“, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und die IW Consult im Auftrag des Verbands der Sparda-Banken erstellt haben.

„Die Studie zeigt, welches Potenzial in unserer Region steckt. Aus einem Haus wird aber erst dann ein Zuhause für eine junge Familie, wenn Lage, Zustand und Finanzierung zusammenpassen“, sagt Tobias Meurer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Südwest. „Für viele ältere Eigentümerinnen und Eigentümer ist ein Verkauf nicht die erste Wahl. Umbau, Einliegerwohnung oder Teilung können passende Alternativen sein. Bei diesen Entscheidungen ist fachliche und persönliche Beratung oft unerlässlich.“

Die Studie vergleicht für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte die Zahl der Mieterhaushalte zwischen 30 und 44 Jahren, dem typischen Alter für den Erwerb von Wohneigentum, mit der Zahl älterer Eigentümerhaushalte ab 65 Jahren. Betrachtet werden dabei Einpersonenhaushalte sowie Paarhaushalte ohne Kinder. Grundlage ist eine Sonderauswertung des Zensus 2022.

Region im Bundesvergleich vorn

Die Sparda-Bank Südwest hat die Ergebnisse für ihr Geschäftsgebiet in Rheinland-Pfalz und im Saarland ausgewertet. An der Spitze steht der Landkreis Südwestpfalz: Dort gibt es rechnerisch gut viermal so viele ältere Eigentümerhaushalte wie jüngere Mieterhaushalte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Landkreise Kusel und St. Wendel. Die Reihenfolge bleibt auch dann gleich, wenn nur Eigentümerhaushalte ab 75 Jahren betrachtet werden.

Die Südwestpfalz hat mit 72,6 Prozent zudem die höchste Wohneigentumsquote Deutschlands, St. Wendel mit 72,0 Prozent die zweithöchste.

Auch im Ländervergleich ist das Verhältnis im Südwesten am deutlichsten: Im Saarland stehen rund 93.000 älteren Eigentümerhaushalten etwa 46.000 jüngere Mieterhaushalte gegenüber – das entspricht dem höchsten rechnerischen Überhang aller Bundesländer. Rheinland-Pfalz folgt mit rund 325.000 zu 210.000 Haushalten auf Platz zwei.

Bezieht man das Umland mit ein, reicht in Koblenz, Saarbrücken und Trier das Potenzial älterer Eigentümerhaushalte rechnerisch deutlich aus, um die Nachfrage der jungen Mieterhaushalte zu decken. Unter den 70 größten Städten Deutschlands belegen sie damit die Plätze eins, drei und fünf.

Kein „Silver Tsunami“

Eine Welle frei werdender Häuser, häufig als „Silver Tsunami“ bezeichnet, ist nach Einschätzung der Studienautoren dennoch nicht zu erwarten. Viele ältere Menschen bleiben lange im eigenen Haus. Zudem liegt das rechnerische Potenzial vor allem im ländlichen Raum, während junge Familien häufig in den Städten suchen. Bundesweit leben neun von zehn jungen Mieterhaushalten in Kreisen, in denen es mehr junge Mieter als ältere Eigentümer ab 75 Jahren gibt.

Ob aus den Zahlen tatsächlich Wohneigentum für die nächste Generation wird, hängt von der Lebenssituation der Eigentümerinnen und Eigentümer, vom Zustand und Preis der Immobilien sowie von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Region ab.

Die Sparda-Bank Südwest begleitet ihre Kundinnen und Kunden beim Kauf und Neubau einer Immobilie, bei Baufinanzierung und Fördermöglichkeiten sowie bei Modernisierungen, energetischen Sanierungen und dem altersgerechten Umbau.

Die Studie und regionale Steckbriefe gibt es unter www.sparda-wohnen2026.de.


Fragen und Antworten zur Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland 2026“

Fokus Rheinland-Pfalz und Saarland

Auf einen Blick: Laut Sparda-Studie 2026 „Zwischen Stadt und Land: Wohneigentumsbildung im demografischen Wandel“ liegen die drei Landkreise mit dem größten rechnerischen Wohneigentumspotenzial Deutschlands in Rheinland-Pfalz und im Saarland – Südwestpfalz, Kusel und St. Wendel. Eine Welle frei werdender Häuser („Silver Tsunami“) erwarten die Studienautoren dennoch nicht.

Was ist die Sparda-Studie 2026 „Zwischen Stadt und Land“?

Die Sparda-Studie 2026 „Zwischen Stadt und Land: Wohneigentumsbildung im demografischen Wandel“ haben das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und die IW Consult im Auftrag des Verbands der Sparda-Banken erstellt. Sie vergleicht für alle 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland junge Mieterhaushalte zwischen 30 und 44 Jahren mit älteren Eigentümerhaushalten ab 65 Jahren. Grundlage ist eine Sonderauswertung des Zensus 2022; regionale Steckbriefe gibt es unter www.sparda-wohnen2026.de.

Was zeigt die Sparda-Studie 2026 für Rheinland-Pfalz?

Rheinland-Pfalz hat laut Sparda-Studie 2026 das zweitgrößte rechnerische Wohneigentumspotenzial aller Bundesländer: Rund 325.000 älteren Eigentümerhaushalten stehen rund 210.000 junge Mieterhaushalte gegenüber. Bundesweit vorn liegen die Landkreise Südwestpfalz (Platz 1) und Kusel (Platz 2). Die Südwestpfalz hat mit 72,6 Prozent außerdem die höchste Wohneigentumsquote Deutschlands.

Was zeigt die Sparda-Studie 2026 für das Saarland?

Das Saarland hat laut Sparda-Studie 2026 das größte rechnerische Wohneigentumspotenzial aller Bundesländer: Rund 93.000 älteren Eigentümerhaushalten stehen etwa 46.000 junge Mieterhaushalte gegenüber. Der Landkreis St. Wendel liegt bundesweit auf Platz 3 und hat mit 72,0 Prozent die zweithöchste Wohneigentumsquote Deutschlands.

Wie schneiden Koblenz, Saarbrücken und Trier in der Sparda-Studie 2026 ab?

Koblenz, Saarbrücken und Trier gehören laut Sparda-Studie 2026 zu den fünf Städten mit dem größten Wohneigentumspotenzial, wenn man Stadt und Umland gemeinsam betrachtet. Unter den 70 größten Städten Deutschlands belegen sie die Plätze eins, drei und fünf. In Metropolen wie Berlin, München oder Frankfurt am Main reicht das Potenzial dagegen auch mit Umland nicht aus.

Kommt durch den demografischen Wandel eine Welle frei werdender Häuser auf den Markt?

Nein, laut Sparda-Studie 2026 ist kein flächendeckender „Silver Tsunami“ zu erwarten. Viele ältere Menschen bleiben lange im eigenen Haus, und das Potenzial liegt vor allem im ländlichen Raum, während junge Familien oft in den Städten suchen. Die Zahlen der Studie zeigen ein rechnerisches Potenzial, keine Prognose von Verkäufen.

Was sollte ich beim Kauf eines älteren Hauses in Rheinland-Pfalz oder im Saarland beachten?

Beim Kauf eines älteren Hauses zählt neben Lage und Kaufpreis vor allem der Zustand: Energieausweis, Sanierungsbedarf und mögliche Nachrüstpflichten sollten vor dem Kauf geprüft werden. Zu den Kaufnebenkosten gehört die Grunderwerbsteuer – sie beträgt in Rheinland-Pfalz 5,0 Prozent und im Saarland 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Kann ich den Kauf und die Modernisierung eines Hauses gemeinsam finanzieren?

Ja, Kauf und Modernisierung eines Hauses lassen sich in der Regel in einer Finanzierung zusammenfassen. Wichtig ist, die Sanierungskosten vor dem Kauf möglichst genau zu kennen, etwa durch Angebote von Handwerksbetrieben oder eine Energieberatung. Oft lassen sich auch Förderprogramme einbinden, zum Beispiel der KfW.

Wie unterstützt die Sparda-Bank Südwest beim Hauskauf und bei der Modernisierung?

Die Sparda-Bank Südwest begleitet Kundinnen und Kunden in Rheinland-Pfalz und im Saarland von der ersten Orientierung bis zur langfristigen Absicherung: bei Kauf und Neubau, Baufinanzierung und Fördermöglichkeiten sowie bei Modernisierung, energetischer Sanierung und altersgerechtem Umbau. Weitere Informationen & Beratung hierzu gibt es hier.